…schließen während des Tiefensuchalgorithmus Kreise.

So ungefähr war meine knappe Antwort auf eine entsprechende Frage auf einem Übungsblatt neulich. Und als ich gestern abend ziemlich müde war und ein völlig anderes Übungsblatt gelöst hatte, wollte ich noch schnell mal das Internet fragen, ob das, was ich da fabriziert hatte auch Sinn machte. Also tippte ich flugs die Worte “scherung gerade matrix” (ziemlich unpräzise Suchanfrage eigentlich…) in die Suchseite meines Vertrauens, nämlich keyboardr, ein. Nachdem ich festgestellt hatte, dass meine Suchanfrage eigentlich ziemlich unpräzise war, schweifte mein Blick so über die ziemlich unpräzisen Suchergebnisse und blieb an der Überschrift “Schere im Kopf. Aber anders.” des bekannten Blogs Spreeblick hängen (Das war wie gesagt gestern abend. Wer jetzt, wie ich gerade, versucht, das einen (!) Tag später nachzuvollziehen, wird sich wundern, dass dieser Link bei selbiger Suche nicht mehr auftaucht…direkt über Google Blog Search geht’s noch).

Wie es so meine Art ist, ließ ich mich in Null komma nichts von meiner eigentlichen Beschäftigung ablenken, um der Frage nachzugehen, wie es dieser kurios anmutende Link in meine Suchanfrage geschafft hatte. Diese war schnell beantwortet, denn “Scherung”/Schere kam schon im Titel vor, “gerade” ist nicht nicht gerade (ha!) ein seltenes Wort und kam genau wie “Matrix” (allerdings auf die Filme bezogen) in den Kommentaren vor. Viel interessanter war allerdings der Inhalt des Blogposts: Da kam nämlich die Frage nach dem Namen des auch von mir, allerdings rund anderthalb Jahre nach diesem, thematisierten Phänomens der nachdem einmal gesehen in rauhen Mengen auftretenden Begriffe auf. Ob man dies nun grob selektive Wahrnehmung oder präziser, wie in den dortigen Kommentaren teils befürwortet, teils abgelehnt, Priming nennen möchte – ich hätte da ne neue Frage:

Wie nennt man das, wenn man im Verlaufe seines Lebens (Tiefensuchalgorithmus) irgendwann vollkommen zufällig und ohne Zusammenhang auf Dinge stößt, über die man irgendwann unter völlig anderen Umständen schon mal nachgedacht hat? Ich bin für “Rückwärtspfeile”…

Und ein weiteres mal so etwas wie ein Neuanfang für meine Weltherrscha… Homepage-Ambitionen. Nach rund zwei Jahren WordPress Herumgespiele und drei Jahren Ohost.de-Hosting, wo ich mich zuletzt doch sehr von den Einschränkungen eines Freehosters eingeengt fühlte, habe ich nun den Schritt ins bezahlte Hosting mit eigener Domain gewagt (und zwar bei All-inkl.com, was von vielen Seiten empfohlen wurde). Eigentlich war dies schon recht lange geplant gewesen, doch mir wollte einfach kein passender Domainname einfallen. Doch besagter Hoster hatte, als ich mir mal wieder darüber den Kopf zerbrach, ein “Sommerferienangebot”, bei dem Einrichtungsgebühr und Kosten für den ersten Monat entfallen sollten und welches am 31. August ablief. Derartig unter Zeitdruck gesetzt (es war ungefähr eine Woche davor) grübelte ich um so stärker nach und hatte doch erst am Abend des 31. (vermutlich auf dem Klo sitzend, denn wo sonst werden die wichtigen Entscheidungen des Lebens getroffen…) eine Idee:

PhiBoGraphy sollte das Kind heißen – eine Mischung aus meinem Vor- und Nachnamen und Photography (was bis zum heutigen Tage immer Hauptinhalt meiner Homepageversuche war). Die Domain war frei, relativ einprägsam (zumindest mir :-D ) und ähnelte laut Google praktisch keinem existierenden Wortgebilde auf diesem Planeten (außer einer Röntgenmethode zur Kontrastdarstellung von venösen Blutgefäßen in den Beinen, der sogenannten “Phlebographie”… :lol: ). Also fluchs die nötigen Formulare ausgefüllt und kurz darauf war ich stolzer Besitzer eines kleinen feinen unbebauten Webgrundstücks. Und dann geschah eine Woche lang vor allem mal gar nichts hier, denn ich fuhr in den Urlaub. :-D


Intelligent Design = Zufall

Anschließend galt es, den Neuanfang auch mit einem neuen Outfit einzukleiden (Screenshots der Vorgänger sind auf der About Seite zu finden). Einige Designelemente, die noch aus der Prä-WordPress-Ära überlebt hatten, wie praktisch der komplette Header, die abgeschnittenen Ecken, ein Übermaß an “»”s, etc. wurden verworfen, die Text darstellung jedoch im Großen und Ganzen beibehalten und nur etwas vereinheitlicht und verfeinert. Der gesamte Archivbereich, der vorher in der Sidebar zu finden war, wanderte nach unten, um Platz für die prominentere Präsentation von Web 2.0 Inhalten zu bieten.

Das grobe Layout hatte ich also im Kopf, aber viele Details entstanden erst unterwegs durch Ausprobieren (Farbabstimmung), spontane Einfälle (das Menü oben sah bis vor wenigen Tagen noch komplett anders aus) oder auch durch Zufall: Bei der Gestaltung der Übersichtsseite für die Fotos hatte ich zwar ursprünglich einen Plan, doch der wäre nur mit viel Mühe dem WordPress Editor beizubringen gewesen. Und so spielte ich herum, gab dem ganzen eine CSS Klasse, die eigentlich für die Galeriedarstellung gedacht war und plötzlich sah es brauchbar aus. Die Hintergrundfarbe der Überschriften, die aus irgendwelchen Gründen hinter den Bildern gezeichnet wurde lugte hervor wie ein Schattenwurf, sodass ich nur noch die Ausmaße anpassen musste. Zudem ähnelte es auch noch von der Farbe her einem Kleinbildfilm, also passte ich noch die Breite an und fügte den gepunkteten fetten Rand hinzu und schon sah es aus, als sei es beabsichtigt gewesen…

Allerdings kriegt man beim Arbeiten mit CSS auch immer mal wieder die Krise, wenn man die kleinen aber feinen Interpretationsunterschiede bei den Browsern zu spüren bekommt. So müsste man z.B. eine 20 Pixel hohe Box mit 2 Pixel Rand (je 1 oben und unten) in Firefox mit 22 Pixel Außenabstand versehen, in Safari jedoch nur mit 20 Pixel um sie an eine bestimmte stelle zu schieben. Oder so ähnlich – so ganz hab ich’s immer noch nicht durchschaut. Und als dann sogar noch Unterschiede zwischen Firefox Mac und Firefox Win (gleiche Versionsnummer natürlich) auftraten, hab ich’s ganz aufgegeben und mir für die Stelle was anderes einfallen lassen, es sah eh nicht so berauschend aus. Und nachdem ich eine Weile lang immer wieder mal rübergeschaut habe sag ich’s jetzt einfach wie’s ist: Fehlerfreie Darstellung kann ich nur für Firefox 3.5 (Mac) versprechen, weil’s meine normale Arbeitsumgebung ist. Ich glaube Firefox 2 kennt CSS display: inline-table noch nicht, sodass Menü und Archiv falsch dargestellt werden. Internet Explorer hab ich nicht besonders ausführlich getestet, aber für den 7er gilt mindestens das gleiche. Mit Version 8 könnte es einigermaßen gut gehen. Sogar Safari 4 macht an mindestens einer Stelle Zicken (Outlines der Menüpunkte bei Mouseover werden nicht angezeigt), Opera 10 rendert die Outlines der Thumbnails in den Galerien über die Shadowboxes (sieht sehr merkwürdig aus) und verschluckt sich auch sonst ganz gern an der Shadowbox bei großen Bildern.

ff-vs-saf

Bildschirmfoto 2009-10-07 um 21.00.28


Von tollen Plugins, solchen, die doch nicht toll sind und solchen, die es noch werden wollen…

Neben einer eigenen Domain und natürlich Werbefreiheit (die Werbeeinblendungen haben auch mal das Adminpanel fast unbrauchbar gemacht…) gab es noch einen weiteren Grund, nen bezahlten Hoster zu suchen: Wie ich einst klagte, war doch die eine oder andere praktische php Funktionalität bei Ohost deaktiviert, wodurch einige Plugins nicht funktionierten, die ich gerne verwendet hätte und auch die komfortable Updatemechanik von WordPress mir nicht zur Verfügung stand. Allerdings musste ich feststellen, dass z.B. iLast.fm und Twitter Widget Pro irgendwie die Ladezeiten derartig in die Höhe treiben, dass ich doch bei meinen alten Lösungen geblieben bin.

Den WordPress Flickr Manager, den ich schon lange benutzen wollte, musste man erst überreden, sich mit WP 2.8 zu vertragen, da der Entwickler anscheinend verschollen ist, Invisible Captcha produziert nicht validen XHTML Code (was ich direkt im Plugincode beheben konnte), selbiges tut auch Blogroll Pages (was ich leider noch nicht korrigieren konnte). An die Macken von TinyMCE Advanced hab ich mich mittlerweile ganz gut gewöhnt.

Ehre wem Ehre gebührt: flickrRSS, Shadowbox JS, Smart Youtube und WP-PageNavi funktionieren hervorragend! Zwar kein Plugin, aber dennoch erwähnenswert: Das Script für die Zufallsbilder im Header.


Jetzt aber wirklich!

Wie viele private Homepages litt auch meine in den vergangenen Jahren unter periodisch auftretender Vernachlässigung. Ich bin gespannt, ob sich das mit diesem neuen Kapitel ändern wird. Gründe genug gibt es: Ich habe meine Erfahrungen aus den letzten Jahren gemacht, “beherrsche” meine Homepage jetzt besser. Ich bin Student und mein Interesse am Web usw. ist auch nicht geringer geworden, da sollte es doch das eine oder andere zu bloggen geben. Außerdem bezahle ich jetzt für die Homepage, der Spaß ist also vorbei! :lol:

Immerhin sind schon mal die Fotos etwas ausführlicher präsentiert und das wird bestimmt noch ausgebaut. Im Header sind ja auch Motive vertreten, die im Fotobereich noch nicht zu finden sind. Was sonst noch kommt? Wer weiß…auf jeden Fall ist noch reichlich Platz in der Menüleiste. ;-)

Ganz glücklich bin ich ja auch noch nicht. So ist mir leider noch keine Überschrift für die Jahresarchive unten eingefallen, die mit “S” anfängt wie die anderen drei (“Sonnenumläufe” ist mir echt zu blöd :-P ). Und wirklich perfekt sind die einzelnen Flickrlinks in den Fotogalerien auch noch nicht untergebracht…

Vor gar nicht allzu langer Zeit – in der Zeitrechnung dieses leider nur in sehr unregelmäßigen Abständen geführten Blogs quasi vorgestern – schrieb ich über Zufallsbegegnungen von Informationen. Nun ist mir wieder etwas ähnliches passiert.

Um ein wenig auszuholen: Jeder, der sich intensiver mit Filmen beschäftigt, stößt wohl irgendwann auf die Six Degrees of Kevin Bacon (welche, nebenbei bemerkt, nur herzlich wenig mit dem zu tun haben, wovon ich berichten will). Nun, ich bin erstens jemand, der für sein Leben gerne Filme guckt und zweitens ein gewisses Faible für Statistiken hat. Erklärt mich für bekloppt, aber ich führe tatsächlich Buch über die Filme, die ich schon gesehen habe, indem ich eine Datenbank fülle (ich verwende dafür die Software “DVDpedia”). Irgendwie interessiert’s mich z.B. in wie vielen und in welchen Filmen, die ich kenne, bestimmte Schauspieler, Regisseure usw. mitgewirkt haben und Ähnliches. So kommt es, dass ich gewissermaßen Filmerlebnisse sammle und mir neben hochgelobten auch als durchschnittlich oder zuweilen gar schlecht geltende Filme antue, nur um sie gesehen zu haben.

So kam es, dass ich gestern mal wieder einen (Fernseh-)Filmabend einlegte und zwar mit der höchst merkwürdig anmutenden, aber mit eben beschriebenem Interesse zu erklärenden Kombination von “Charlie’s Angels: Full Throttle” und später “The Big Lebowski”. Und ob man’s glaubt oder nicht, diese beiden sehr unterschiedlichen Filme weisen eine Gemeinsamkeit auf, die allerdings rein gar nichts mit der oben erwähnten Bacon Zahl zu tun hat – eine komplette Kulisse mit nahezu identischer Kameraeinstellung und Ausleuchtung:

Charlie’s Angels: Alex Munday’s residence


The Big Lebowski: Jacky Trehorn’s residence


Als ich also gestern in The Big Lebowski dieses Haus erblickte, das ich wenige Stunden zuvor schon einmal gesehen hatte, war ich mal wieder von der Kraft des Zufalls begeistert. Ich weiß jetzt nicht, ob die Verwendung in Charlie’s Angels eine absichtliche Referenz ist, in den Trivia auf IMDb ist es nur als Gemeinsamkeit erwähnt. Es bestünde jetzt natürlich die verschwindend geringe Möglichkeit, dass irgendein hoffnungsloser Filmfreak es eingefädelt hat, dass diese beiden Filme am gleichen Abend laufen, aber die Tatsache, dass der eine auf Pro7 und der andere auf RTL II lief, lässt mich zu dem Schluss kommen dass auch Kollege Zufall ein großer Filmkenner ist.

Bwahahaa! Sorry, das musste sein. Hätte nicht gedacht, dass sowas passieren würde, aber hinterher ist man immer schlauer.

Heute morgen las ich auf heise.de von einer neuen, nicht wirklich gefährlichen, WordPress Sicherheitslücke. Irgendwas mit Adminpasswort zurücksetzen, welches aber in keinem Fall an den Angreifer geschickt und nur in recht seltenem Fall zur Ausperrung aus dem eigenen Blog führen würde. Also dachte ich mir nichts weiter dabei, neu entdeckte Lücken in WP sind ja nicht unbedingt selten. Im weiteren Verlaufe des Tages las ich dann zufällig auf dreisechzig.net, dass dort kurz nach der Veröffentlichung der Lücke jemand wohl ziemlich inkompetent versucht hatte, sie “auszunutzen” (gebracht hätte es ja eh nicht viel). Also dachte ich mir, “du hast eh grad Langeweile und die halbe Codezeile für den Fix tut auch keinem weh”.

Und tatsächlich, es hat jemand versucht. Einfach über Google eine WordPress Installation bei meinem Hoster gesucht.

failJaja, immer diese kriminellen (Ubuntu) Linux User. Ich weiß jetzt deine IP. Und ungefähr, wo dein Haus wohnt. Und welche Auflösung dein Bildschirm hat!!einself. Achso, das kannst du ja vielleicht gar nicht mehr lesen. Wird dir wohl auch egal sein.

Links:

Da stehe ich an einem Sonntagmorgen auf, lese meine abonnierten RSS Feeds durch und höre Webradio dazu. Genauer: Ich lese ein Interview mit Farin Urlaub in den Lübecker Nachrichten. Der sagt da etwas, was schon so mancher vor ihm meinte, nämlich:

LN: Die wichtigste Band aller Zeiten?
Urlaub: Ganz klar die Beatles. Jede Band, die es heute gibt, ist von ihnen beeinflusst.

Was ich nebenbei höre ist QUU.FM, genauer die aktuelle Folge HEARD ON MYSPACE vom 7.4.09. Und jetzt kommts. Sekunden (wenn überhaupt) nachdem ich obigen Abschnitt des Interviews gelesen habe, fällt bei QUU.FM als Reaktion auf den gerade beendeten Titel der Satz:

Hier fiel grad der Songtitel “Lucy in the Sky with Diamonds”…und ich musste auch an die Beatles denken kurz.

Sowas passiert irgendwie ständig. Vor zwei Wochen noch mit Freunden im Gespräch spekuliert, wie lange denn Klinsmann wohl noch Bayern Trainer bleibt – am nächsten Morgen war er’s nicht mehr. Irgendwie auf das Thema Wikipedia und Kommerz (These: Google kauft Wikipedia – und dann?) gekommen – am gleichen Tag schließt Wikimedia die erste große Industriepartnerschaft ab, wie es heißt.

Und das sind nur Beispiele aus dem letzten Monat, wahrscheinlich nicht mal alle. Passieren solche Zufälle wirklich? Oder ist man für Themen, die man kurz zuvor angeschnitten hat, einfach empfindlicher und achtet in der Folge vermehrt auf Dinge, die damit zusammenhängen? Im heutigen Fall wohl kaum, denn der Abstand war einfach zu kurz.

Achso, eins noch – wieso ich überhaupt auf diese Radiosendung gekommen bin: Da waren The Knights zu Gast, die sind größtenteils auf meine Schule gegangen, zwei von denen sind Geschwister von Leuten aus meinem Jahrgang, und die starten grad ganz gut durch. Und machen dabei auch noch sehr ansprechende Musik.

Links zum Post:


Damals