…um letztendlich doch noch zum Erfolg zu kommen. Oder anders formuliert: Alle Hoffnung fahren lassen (oder dies zumindest seinem Gewissen einreden), um das Schicksal dazu zu bewegen, ein Einsehen zu haben, und einen noch mal davon kommen zu lassen.
Mein Mitbewohner vermutete in dieser Aussage neulich eine fernöstliche Weisheit, mit der ich ihn zu verwirren gedachte, als ich entnervt um 3 Uhr nachts am Abgabetag keinen Bock mehr hatte, weiter an meiner zur Klausurzulassung nötigen Hausarbeit zu arbeiten und diese in einem in meinen Augen nicht besonders elaboriertem Zustand abschickte.
Und eigentlich fand ich, es wäre auch mal an der Zeit, zu scheitern. Wenn ich meine allgemeine Arbeitshaltung mit StudiVZ Gruppennamen charakterisieren müsste, wäre es wohl eine Kombination aus “Ich habe auch mit Zeitproblem noch ein Motivationsproblem” und “Alles auf den letzten Drücker und trotzdem gut gegangen”. Irgendwie unheimlich, wie weit ich damit schon gekommen bin.
Zudem war der Dozent, der den größten Teil der zugehörigen Vorlesung gehalten hatte, nicht von der sonderlich inspirierenden Sorte und inzwischen auch abgelöst worden, sodass ich eigentlich nicht großartig was dagegen gehabt hätte, den Stoff nächstes Jahr noch mal anders dargeboten zu hören.
Tja, und nun steh’ ich doch auf der Liste der zur Klausur Zugelassenen. Jetzt muss ich ja doch lernen. Wie doof.





