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iMovie 08 ist Stress


und das sage ich nicht als eingesessener Benutzer der alten Version, sondern als – um genau zu sein – heute-zum-ersten-mal-Videoediting-mehr-oder-weniger-sinnvoll-verwendet-Haber. Um einfach ein wenig Erfahrung in dem Bereich zu sammeln habe ich mich entschlossen, aus den angesammelten Pro Evolution Soccer Replays mal was zusammenzuschneiden. Und mein Macbook endlich mal zur Videobearbeitung zu benutzen, die ja so intuitiv sein soll.

Vorweg mal dies: ich habs geschafft, ist auch meinen Ansprüchen einigermaßen gerecht geworden. Und auf die Gefahr hin, dass jetzt keiner mehr weiterliest, zeig ich’s auch schon mal:

Zurück zum Stress: Es fing schon damit an, dass ich das Rohmaterial mit Fraps aufgenommen hatte – bietet sich ja irgendwie an. Dann wollte ich es flugs in iMovie importieren, wovon ich ausging, dass es klappen würde, schließlich konnte so ziemlich jedes Mac Programm mit jedem Codec umgehen, seit ich Perian installiert hatte. Denkste – iMovie nicht. Also ging das große überlegen los, wie ich das da rein krieg. Nach gescheiterten Versuchen mit mächtigen Tools (ffmpegX – warum auch immer der nicht wollte) kam mir die rettende Idee, dass ja VLC so ziemlich alles kann, also angeschmissen und in h.264 gestreamt, importiert fertig. Das war gestern abend bzw. Nacht.

Weiter gings dann heute mit dem zusammenschnippeln und an die Musik anpassen der Szenen. Falls jemand das Video für doch ziemlich kurz hält: Find ich auch. Sind sogar noch brauchbare Szenen übrig, aber nicht übermäßig viele. Das Problem war einfach, dass ich für Anfang und Ende ein paar Ideen hatte, die ich auch umsetzen konnte, dazwischen aber mit wachsender Länge Eintönigkeit durch aneinandergereihte Tore usw. entstanden wäre. Und um noch mal neues abwechslungsreicheres Material aufzunehmen war ich zu faul. ^^ Außerdem musste ich Stellen in der Musik finden, die einen Einstieg und einen Abschluss boten – in diesem Fall die letzten 47 Sekunden von Diablo Rojo (Rodrigo Y Gabriela – übrigens sehr zu empfehlen).

Jedenfalls hat iMovie 08 einige sehr schöne Ansätze wie das Skimming (Die live-Vorschau im Filmstreifen mit Mauszeiger), die Farbbearbeitung und allgemein die Drag&Drop Möglichkeiten. Andererseits wäre ich präziseren Timing Möglichkeiten, Sekundenangaben, die dann auch die Werte annehmen, die ich eingebe, Geschwindigkeitseinstellungen und noch so einigen Kleinig- und Größigkeiten nicht abgeneigt. Mit zunehmender Projektgröße (omg, ich hatte nicht mal ne Minute, wie soll denn das noch werden…) fing auch die Vorschau an, stark zu ruckeln, sodass ich nicht wirklich komfortabel die Übergänge finetunen konnte.

Dass die Vorgängerversion wohl deutlich umfangreicher (und übrigens für Besitzer der aktuellen kostenlos downloadbar) ist, habe ich übrigens erst beim googlen erfahren, nachdem ich selber recht schnell an die Grenzen von iMovie 08 gestoßen bin. Dennoch finde ich, dass 08 noch eine Menge Potenzial im Konzept hat und hoffe, dass Apple seinem Ruf gerecht wird und dieses in Zukunft noch herausholt.

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